4. Internationales Fotobuch Festival


Vom 1. bis 5. Juni 2011 widmet sich das 4. Internationale Fotobuch Festival wieder der aktuellen Entwicklung des faszinierenden Mediums. Wie in den letzten Jahren werden international renommierte Gäste eingeladen, um ihre Arbeit mit Fotobüchern vorzustellen und mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Seien Sie dabei!

Preview
4. Internationales Fotobuch Festival
1. bis 5. Juni
documenta-Halle Kassel 2011


Das Festival 2011 wird neben den bisherigen Programmpunkten einige neue Möglichkeiten bieten, sich dem Fotobuch zu widmen. Bereits jetzt möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf zwei thematische Höhepunkte richten: »The Latin American photobook« und »Deutschland im Fotobuch«.


Deutschland
A »Deutschland im Fotobuch«



»Deutschland im Fotobuch« ist der Versuch, das Land in Gestalt von Fotobüchern in möglichst vielfältiger Weise zu portraitieren. Es geht dabei nicht um die besten oder schönsten deutschen Fotobücher, sondern darum, solche Werke zu zeigen, die das Thema »Deutschland« überzeugend und in hoher Qualität vermitteln.
Es werden Bücher seit dem Ersten Weltkrieg berücksichtigt. »Deutschland« bedeutet Weimarer Republik, Drittes Reich, DDR und BRD, wiedervereinigtes Deutschland. Fotobuch heißt, dass es sich um inhaltlich und gestalterisch geschlossene Werke handelt. Die ausführliche Einführung dient der Begriffsbestimmung und zur Erläuterung der Auswahlkritierien. Der umfangreiche Bildteil ist in elf thematische Gruppen wie Landschaften, Städte oder Menschen gegliedert. Jedes dieser Kapitel wird von einem zusammenfassenden Essay eingeleitet, jedes der ca. 260 Fotobücher wird durch charakteristische Doppelseiten, einen kurzen Text und die bibliografischen Daten repräsentiert. Im Anhang finden sich Anmerkungen, Literaturverzeichnis und Register. Das Buch wird herausgegeben und gestaltet von Manfred Heiting. Konzept und Texte stammen von Thomas Wiegand. Der Band wird im Juni 2011 bei Steidl (Göttingen) erscheinen.


lateinamerika
B »Latin American Photo Books«



Während des »Latin American Photography Forum« in São Paulo 2007, bildete sich eine Arbeitsgruppe mit der Aufgabe, Informationen zu lateinamerikanischen Fotobücher zusammenzutragen. Diese Gruppe bestand aus Marcelo Brodsky, Iatã Cannabrava, Horacio Fernández, Pablo Ortiz Monasterio und Martin Parr. Ein Jahr später traf sich die Gruppe erneut in São Paulo mit Vertretern namhafter Verlage aus New York, Mexico City und São Paulo. Während des Treffens trat die kaum bekannte Vielfalt, hohe Qualität und Aktualität des Lateinamerikanischen Fotobuchs zu Tage. Vergleichbar mit den besten internationalen Beispielen finden sich unter lateinamerikanischen Fotobüchern exzellente fotografische Abhandlungen, oftmals ganz hervorragend grafisch gestaltet und reich an ethnologischen, politischen (zuweilen propagandistischen), urbanen, künstlerischen und vor allem auch literarischen Inhalten. Über diese erzählerischen Inhalte hinaus gibt es eine ganze Reihe Aspekte spezifischer geografischer Herkunft. Wichtige Fotobücher sind in Argentinien, Brasilien, Chile, Kuba, Mexiko und Venezuela entstanden. Am Ende des Treffens wurde entschieden, dass die geplante Publikation eine Monographie zum Thema von Horacio Fernández enthalten wird und im Herbst 2011 erscheinen soll.